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Der Weg zur WM 2016: im Gespräch mit Bundestrainer Nico Hörmann

(Ramona Billing) Vom 11. bis 13. August 2016 findet in Givrins (Schweiz) die zweite FEI Weltmeisterschaft Reining statt. Wir sprachen mit Bundestrainer Nico Hörmann über den Sichtungsweg und die Chancen der deutschen Mannschaft.


NRHA Germany: Die WM wird diesmal auf der Anlage von Corinna Schumacher ausgetragen, die auch erneut die FEI EM Junioren und Junge Reiter veranstaltet…

Nico Hörmann: Das begrüße ich sehr. Die Bedingungen vor Ort sind für den Reiningsport sehr gut, und die dort veranstalteten Events sind hervorragend organisiert. Nicht zuletzt tut uns auch das große Medieninteresse sehr gut. Die WM steht auf diesem Event klar im Vordergrund und ist nicht lediglich Teil eines größeren Turniers. Hinzu kommt, dass die FEI EM der Junioren und Jungen Reiter durch die wenn auch etwas zeitversetzt stattfindende WM eine sehr wichtige Aufwertung erfährt.   

NRHA Germany: Wie sieht der Sichtungsweg für die deutschen Reiner aus und wie sind die Kriterien?

Nico Hörmann: Die Kriterien sind ganz einfach: jeder Kandidat sollte an zwei CRI teilnehmen und seine potentiellen WM-Pferde präsentieren. Bei der Sichtung werden wir uns allerdings sicher nicht an die FEI Mindestkriterien halten, die jetzt auf einen 70er Score angehoben wurden. Ein Pferd mit potentiellen WM-Chancen muss schon mindestens mit einer 72 oder 73 unterwegs sein.

Wir werden auf jeden Fall drei bis vier CRI als Sichtungsturniere einplanen, damit die Reiter genügend Möglichkeiten haben, ihre Pferde vorzustellen. Den Auftakt bildet das NRHA Germany Osterturnier. Ein weiterer CRI ist im Rahmen des NRHA Breeders Derbys vorgesehen. Eventuell wird die EWU an Himmelfahrt einen CRI ausschreiben, doch dies steht noch nicht sicher fest. Ansonsten werden wir einen CRI im Ausland für diesen Zweck nutzen. Die Trainingslager werden dann vermutlich alle in Givrins durchgeführt, wo wir auch noch ein weiteres Turnier zur Schulung nutzen können.

NRHA Germany: Wie siehst Du die Chancen der deutschen Reiner bei diesem hochkarätigen Event? Immerhin hat die deutsche Mannschaft auf der letzten WM Bronze errungen, während sie auf den Weltreiterspielen bisher immer knapp die Medaillenränge verpassten?

Nico Hörmann: Nun, die härtesten Konkurrenten sind ja wohl allen bekannt. Die US-Amerikaner und Kanadier dürften sicher am härtesten zu schlagen sein. Doch die Italiener und Belgier werden mit Sicherheit ebenfalls mit starken Mannschaften dabei sein. Wir haben eine Reihe hervorragender Reiter, da bin ich sehr zuversichtlich. Aber auch die Pferde müssen passen. Das  wird die größte Herausforderung werden, denn in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass wir immer weniger Pferde von FEI-WM Niveau zur Verfügung haben. Es sind jetzt einige neue Pferde im Gespräch, doch wird man erst sehen müssen, wie sich diese präsentieren.

NRHA Germany: Wir danken für das Gespräch.